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Quelle: http://www.hna.de/goettingenstart/00_20090818185235_Keine_Chance_auf_Staatsdienst.html
Keine Chance auf Staatsdienst

Nach Betrugsurteil gegen Jurastudenten

GÖTTINGEN. Die als Internet-Abzocker vom Landgericht Göttingen verurteilten Jurastudenten haben sich die berufliche Zukunft zum Teil verbaut. Die beiden Haupttäter hätten keine Chance, jemals Volljuristen zu werden, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums gestern. Wer zu einem Jahr oder noch längerer Freiheitsstrafe verurteilt worden sei, dürfe das staatliche Referendariat als zweiten Teil der Ausbildung nämlich nicht absolvieren und könne auch nicht in den Staatsdienst aufgenommen werden.

Internet-Abzocke

Die 26 Jahre alten Jurastudenten aus Fulda und Hamburg hatten am Montag 15 und 18 Monate Bewährungsstrafe wegen gewerbsmäßiger Internet-Abzocke erhalten. Beide dürfen allerdings ebenso wie ihr wegen Beihilfe zu sechs Monaten Bewährungsstrafe verurteilter Kommilitone weiter an der Universität Göttingen Jura studieren und das erste Staatsexamen ablegen. Für eine Zwangs-Exmatrikulation böten die Verurteilungen wegen Betruges keine ausreichende Grundlage, sagte ein Hochschulsprecher.

Weil zumindest die Haupttäter anschließend kein Referendariat absolvieren dürfen, können sie nicht hoffen, jemals als Richter, Staats- oder Rechtsanwalt arbeiten zu können. Den Männern bleibe dann nur noch eine Chance in der Wirtschaft, sagte der Ministeriumssprecher. (lni)

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